Was bisher geschah… – Mai bis August 2016

Der Rhythmus alle drei Monate scheint sich bei mir einzuschleichen, wenn ich mir das Datum des letzten Berichtes anschaue. Nicht weiter tragisch, nur dass ich die Ereignisse der letzten Monate dann nicht mehr so parat habe.

Das letzte Mal endete ich mit dem bevorstehenden Besuch meines Schwagers aus Paris mit Sohn. Einen Tag waren Gendun und die Kinder mit den beiden unterwegs und wir trafen uns zum Kaffee in der Alten Pinakothek. Für den anderen Tag – der besagte Feiertag – hatten wir eigentlich einen Ausflug in die Berge angedacht. Aber leider war es meinem Schwager zu weit entfernt, stattdessen trafen wir uns mit zwei anderen Tibetern im Englischen Garten. Ich muss zugeben, meine Leidenschaft war nicht unbedingt dabei. Aber ich bin mit den Kindern dann noch zum Eisbach gelaufen wir haben eine Weile den Surfern beim Haus der Kunst zugeschaut, die auf vielleicht acht bis zehn Metern hin und her surfen und dann dem nächsten Platz machen.

Tenzin hat mittlerweile die dritte Klasse vollendet. Dieses Jahr ging es erstmals auch in ein Schullandheim, allerdings nur zwei Nächte und die Rückreise war dann auch gleich in der Früh. Aber es hat wohl Spaß gemacht und war mit HSU-Unterricht (Heimat- und Sachunterricht) zum Thema Wald verbunden. Er hat ein gutes Zeugnis nach Hause gebracht. Manchmal ist er etwas unkonzentriert und lässt sich leicht ablenken. Die Begeisterung eines Erstklässlers hat er nicht mehr, aber das ist wohl auch normal. Wir sind wirklich sehr zufrieden mit ihm. Ich schaue mir weiterhin täglich seine Hausaufgaben durch (auch wenn ich manchmal abends nach um sechs wirklich überhaupt keine Lust mehr dazu habe) und ich muss gestehen, dass mich manche neuen Rechenwege sehr verwirren (wir Eltern aber – laut Elternbrief – dazu angehalten sind, nicht unsere alten Rechenwege weiterzugeben) und dass ich manche Text- und Rechenaufgaben auch überhaupt nicht verstehe. Sein erstes Karate-Jahr ist auch vorbei. Kurz vor den Ferien war Prüfung, die er bestanden hat. Nun ist er Gelbgurt. Die Entscheidung, zu Karate zu wechseln, war genau die richtige. Ihm macht es viel Spaß. Und mit einem Freund aus der Schule geht er nun auch komplett allein hin und zurück. Das ist wirklich eine Erleichterung für uns.

Yangzom ist seit fast einem Jahr Kindergarten-Kind bei einem Städtischen Kindergarten. Als Rückblick nach einem Jahr muss ich sagen, dass die Unterschiede zu Eltern-Initiativen schon groß sind. Im früheren Kindergarten wurde doch mehr geboten und man bekam wirklich viel mehr mit und hatte auch mehr Kontakt zu anderen Familien. Yangzom hat einige Freundinnen gefunden, mit denen sie dann auch ihren vierten Geburtstag feierte. Für uns ist der Kindergarten wirklich praktisch, weil er direkt bei unseren beiden Arbeitsplätzen liegt und im Notfall hatte ich Yangzom auch schon für kurze Zeit bei mir im Büro, wenn Gendun nicht pünktlich Feierabend machen konnte. Jedenfalls ist sie nun kein Raupenkind mehr, sondern gehört nach den Sommerferien zu den Gummibärchen. Dieses Jahr haben wir erstmals richtig ihren Geburtstag gefeiert. Ich habe – wie schon früher bei Tenzin – mit ihr zusammen die Einladungen gebastelt und eine Wimpelkette für das Kinderzimmer. Es gab Schokokuchen und Wiener. Geboten waren Spieleklassiker wie Topf schlagen und Tauziehen (letzteres kannten die Kinder nicht und fanden es toll), der Eierlauf (mit Ü-Eiern) fand aufgrund des schlechten Wetters im Treppenhaus statt.

Nach unserem dreiwöchigen Urlaub (mit Bodenseeumrundung und Ausflügen von München aus) bin ich nun seit dieser Woche wieder arbeiten. Wie jeden August ist es im Büro sehr ruhig und entspannt. Das tut auch gut. Denn das letzte Jahr war doch auch anstrengend, da eine Kollegin länger ausfiel und ich doch einiges auffangen musste. Eine schöne Abwechslung war wieder der Museumstag, an dem ich wie letztes Jahr im Alpinen Museum mitgemacht habe. Leider kamen – wahrscheinlich wegen des schönen Wetters und des Termins (mitten in den Ferien) – kaum Besucher.

Das freitägliche Schwimmen habe ich leider nicht durchgehalten, es waren doch immer zu viele andere Termine (privat, Schule, Kindergarten oder was auch immer), so dass ich diese Schwimm-Zeit nicht in meine Arbeitszeit integrieren konnte. Aber dafür schaffe ich es nun wirklich fast jede Woche einmal zum Joggen zu gehen. Und heute habe ich mir dann auch endlich mal neue Joggingschuhe gekauft. Und ich merke jedes Mal, dass Joggen einfach die richtige Sportart für mich ist, weil ich mich nicht nur körperlich bewege, sondern weil ich auch wirklich abschalten bzw. in Ruhe über etwas nachdenken kann. Besser gelingt mir das nur beim Wandern in den Bergen.

Aber zum Wandern, um Abschalten zu können, muss ich allein unterwegs sein – darüber schreibe ich ein anderes Mal. Im Sommerurlaub habe ich mir nämlich einen familienfreien Tag genommen und war im Wetterstein unterwegs. Aber einen familienfreien Nachmittag hatte ich in den letzten Wochen schon und besuchte eine Verkaufsausstellung einer ehemaligen Nachbarin, spazierte durch das Haus der Kunst (wenn auch nicht lang) und lief dann noch am japanischen Teehaus im Englischen Garten vorbei. Und damit ich mit dem Familienfrei nicht aus der Übung komme, fahre ich im Oktober für ein Wochenende nach Berlin. (Der eigentliche Anlass ist das 25jährigte Abitreffen – für mich allerdings eher zweitrangig, ich will durch das Berlin meiner Jugend und Studentenzeit laufen und bin gespannt, wie ich die drei Tage ohne Familie meistern werde.)

Aber zurück zu den Bergen – Nach den Maiferien waren wir mit einer befreundeten Familie (mit einer ebenfalls vierjährigen Tochter und einem neunjährigen Sohn) aus Ohlstadt auf der Veste Schaumburg. Der Weg dorthin beginnt gleich hinter dem Ort und es geht ein Stück bergauf. Von der Veste (das Wort kommt von Festung) ist eigentlich nichts mehr zu sehen, aber auf dem kleinen Platz ganz oben kann man einerseits schön ins Tal gucken und andererseits, wenn man auf die Löcher achtet, schön picknicken, was wir auch getan haben. Es war eine wunderbare Auszeit für unsere Familie. Und da die Kinder gleich alt sind, passt es einfach wunderbar, zumal sie sich auch verstehen.

Mit dabei war diesmal auch Gendun, der erfreulicherweise doch immer mal wieder bei solchen Unternehmungen mitgeht. Und letztlich gefällt es ihm ja auch immer. Er gehört – was Aktivitäten betrifft – zu der Kategorie Menschen, die man manchmal zu seinem Glück zwingen muss. Und manches macht er nur uns zuliebe – wie zum Beispiel Frühstücken gehen im Café Westend. Oder mit den Kindern und mir zu „Kinder und Buddhismus“ mitgehen – dabei ist er ja der Buddhist in der Familie und es ist seine Kultur. Was für mich das Joggen ist, sind für ihn die Treffen mit seinen tibetischen Freunden. Nachdem sie letztes Jahr um den Starnberger See geradelt sind, waren sie diesmal am Schliersee. Und da die Umrundung wesentlich kleiner ist, war auch Tenzin dabei. Diese Treffen sind immer mit opulenten Picknicken verbunden.

Nachdem Yangzoms und Tenzins Freunde bei uns übernachtet hatten, fand der Gegenbesuch kurz vor den Ferien statt und es klappte alles wunderbar. Es war Yangzoms erste Übernachtung woanders. Aufgrund dessen, dass wir wieder kein Visum bekommen haben, um Genduns Familie besuchen zu können, mussten wir dieses kinderfreie Wochenende nutzen, um einen Alternativurlaub vorzubereiten. Aber von unserem „Abenteuerurlaub der verrückten Familie Palden“ J und auch von unseren Sommerferien erzähle ich in einem anderen Bericht.

Jetzt steht erst einmal noch der Besuch meiner Mutter an. Einen Tag wollen die Kinder allein etwas mit ihr machen. Am zweiten Tag wollen wir, wenn das Wetter mitspielt, in die Berge. Dann fährt sie mit Tenzin nach Berlin. Und ein Wochenende später fahre ich mit Yangzom hin, um Tenzin wieder einzusammeln. Und damit sind wir inklusive Ostern doch ziemlich viel mit der Bahn gefahren, wenn man noch den Oktober mitrechnet: dreimal Berlin, mehrmals Richtung Alpen bzw. Voralpen. Aber dafür kann ich nun (mit den gesammelten Bahncard-Punkten) im September eine Strecke umsonst fahren und im Oktober reise ich eine Strecke in der ersten Klasse.

Momentan ist richtiges Sommerwetter. Ich muss doch mal trotz Arbeit schauen, ob ich nicht mal früher Feierabend mache und meine wenigen Überstunden noch weniger werden lasse und mit den Kindern ins Schwimmbad fahre. Heute jedenfalls war ich mit den Kindern halb acht frühstücken, um doch auch mal etwas anderes zu machen.

Also, genießt den Sommer.

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