Rückblick September 2015 bis März 2016

Eine solche lange Pause, nämlich sieben Monate, gab es bei mir, glaube ich, noch nie. Den Monatsrückblick mache ich deshalb nur ganz kurz und stichpunktartig – obwohl nach dem dritten Absatz merke ich, dass es doch Absätze und keine Stichpunkte werden:

Mitte September, am Wochenende vor Schulanfang, konnte ich Gendun doch überreden, für ein Wochenende mit uns zur Reintalangerhütte zu wandern. Ich wäre auch allein gegangen, aber ich gebe zu, mit Yangzom auf dem Rücken und dem ganzen Gepäck für drei wäre ich wohl jämmerlich eingegangen. Aber so hatten wir einen schönen Aufstieg bei gutem Wetter mit Rast an der Bockhütte (schön, dass mich die Wirtin Annemirl, obwohl ich wirklich höchstens einmal im Jahr vorbeischaue, immer noch erkennt) und wunderbaren Stunden im Reintal und auf der Hütte. Bergluft und das Wandern in den Bergen tut einfach so gut.

Seit Mitte September geht Yangzom in einen neuen Kindergarten. Nach lauter Absagen bekamen wir die erste (von ca. fünf) Zusagen von dem städtischen Kindergarten, der zwischen meiner und Genduns Arbeitsstelle und jeweils nur etwa drei Minuten von diesen entfernt liegt. Das heißt nun, dass Yangzom jeden Morgen mit mir in der U-Bahn zum Kindergarten fährt und ich dann vom Kindergarten fast in die Arbeit falle. Bei Gendun ist es anders rum. Dieses Jahr möchte ich dann auch wieder radeln. Yangzom dürfte dann auch schon so alt sein, dass sie Gendun nachmittags nicht mehr im Anhänger einschläft. Die Umstellung für mich als Mutter von Eltern-Initiative auf Städtischen Kindergarten war groß. Ich bekomme weniger mit, was aber auch damit zusammenhängt, dass ich Vollzeit arbeite. Trotzdem…

Tenzin ist mittlerweile in der 3. Klasse und weiterhin im Hort. Er ist weiterhin ein sehr guter Schüler, was uns natürlich sehr freut. Nur dass er mir die Mitteilungen von Schule und Hort nicht immer rechtzeitig und manchmal gar nicht gibt, ist weniger schön. Selbst Zettel in der Brotzeitbox und im Hausaufgabenheft helfen nicht immer. Und da Tenzin allein zur Schule und vom Hort nach Hause geht, bekommen wir auch immer weniger mit. Also weiß ich nicht immer, was die Kinder im Hort gemacht haben. Aber so ist eben doch der Lauf der Dinge. Nachdem ich Tenzin in den letzten Jahren immer wieder zu Museumsprogrammen anmelden konnte, ist er nun wählerischer geworden bzw. setzt andere Prioritäten. Aber manchmal gehen wir doch zusammen ins offene Kinderprogramm der Pinakotheken. Seit Oktober macht er nun Karate einmal in der Woche und hat mit Fußball aufgehört, weil das für ihn (und auch für uns Eltern) zu unbefriedigend war. Der Leistungsdruck beim Kinder-Fußball ist enorm und wenn man nicht gut genug ist, wird man nicht zu Spielen eingeteilt und wenn, dann sitzt man auf der Ersatzbank. Darauf hatten weder Tenzin noch wir weiterhin Lust. Und wir denken, Karate passt auch besser zum ihm. Im Juli steht dann die Gelbgurt-Prüfung an.

In den Herbstferien ist nicht viel passiert, dafür waren die Weihnachtsferien turbulenter. Bescherung feierten wir zu viert. Im dritten Jahr in Folge mit unserem Mini-Weihnachtsbaum, der nun schon seit drei Weihnachten immer zwischen den Weihnachtsfeiertagen sozusagen auf dem Balkon überwintern und -sommer muss. Zuerst waren meine Mutter und Siegfried da. Siegfried radelte mit Tenzin durch den Englischen Garten zur Allianz-Arena, während ich mit Mama bei einer Führung durch eine Graphik-Ausstellung in der Pinakothek der Moderne war. Über Silvester kamen sowohl meine Schwester und Kinder und auch mein Onkel Martin, der ausnutzen wollte, uns gleich alle zu sehen. Da Gendun am Silvesterabend arbeitete, übernahm Martin das Raketen abschießen, das sich Tenzin gewünscht hatte (den Mädels war es zu laut, aber sie hielten tapfer durch.) Am Neujahrstag fuhren wir (ohne Gendun, der ausschlief) an den Spitzingsee und hatten ein leckeres Mittagessen an der Albert-Link-Hütte. Abends wurden wir alle von Martin zum Essen ausgeführt.

Zu mir wäre noch zu sagen, dass ich im Büro eine Zeitlang allein war, weil meine Kollegin krankheitsbedingt ausfiel. (Nächsten Monat kommt sie nach etlichen Monaten wieder zurück.) Nach meinem Sommerurlaub, von dem ich schon erzählte, bis Anfang November war ich für den Besucherservice eigentlich allein verantwortlich. Einerseits macht es Spaß, andererseits bin ich doch auch an meine Grenzen geraten. Insofern kam dann die Kur im Februar gerade recht. (Über die Kur im Februar erzähle ich in einem extra Newsletter.) Seit November habe ich aber Unterstützung durch eine Krankheitsvertretung, mit der ich mich sehr gut verstehe. Aber ich habe wieder das Joggen aufgenommen und der milde hat ein fast sonntägliches Joggen erlaubt. Und jetzt probiere ich aus, wie es ist, einmal in der Woche in der Mittagspause schwimmen zu gehen. Ansonsten hat mich die Kur (eigentlich nichts Neues) gelehrt, dass ich mehr für mich machen soll und nicht immer nur funktionieren muss. Ich arbeite daran!!!

Eine schöne Sache noch: Ich hatte Gendun einen Schwimmkurs zu Weihnachten geschenkt. Nach zehn Wochen (jeden Freitag abends um acht) hat er nun letzte Woche seine Seepferdchen-Prüfung bestanden!

Nun steht erst einmal Ostern vor der Tür mit einer Reise von uns vieren nach Berlin mit vielerlei Aktionen (Besuch beider Großeltern, Ausflug in den Zoo in Leipzig, Treffen mit einer Schulfreundin und deren Familie und einer freier Tag für Gendun und mich, während die Großeltern mit den Kindern den T-Rex im Naturkundemuseum anschauen).

Frohe Ostern!

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